Geistlicher Impuls von Nuntius Eterovic beim 3. Benefizkonzert für die Urkraine

Inselkirche Potsdam, 18. November 2023

Liebe Schwestern und Brüder!

Dieses dritte Konzert zugunsten des Kruschelnytska-Lyzeums in Lviv ruft uns ins Bewusstsein, wie lange schon der Krieg dauert, den Russland in Ukraine führt. Im kommenden Monat, wenn rund um den Erdkreis das Hohe Weihnachtsfest gefeiert wird, werden wiederum Engel und Menschen ihre Stimmen vereinen und singen: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens“ (Lk 2,14). Doch der Friede ist in vielen Teilen der Welt in weite Ferne gerückt; denken wir beispielsweise an das, was im Nahen Osten geschieht. Umso stärker ist die Sehnsucht danach, weil jeder Mensch eigentlich weiß, dass Gewalt, Krieg und Terror immer eine Niederlage der Humanität sind, während gerechter Friede der Sieg des Menschlichen ist. Und so können und dürfen wir nicht nachlassen, für den Frieden zu beten, den Gott schenken möge.

Eine Möglichkeit, dies zu tun, finden wir in der alten gregorianischen Antiphon, die lateinisch lautet:

Da pacem, Domine,
in diebus nostris,
quia non est alius
qui pugnet pro nobis,
nisi tu Deus noster.

In der Übertragung ins Deutsche durch Martin Luther ist vielen der Text sehr vertraut:

Verleih uns Frieden gnädiglich,
Herr Gott, zu unsern Zeiten.
Es ist doch ja kein andrer nicht,
der für uns könnte streiten,
denn du, unser Gott, alleine.

Gott segne Sie alle! Der geschundenen Ukraine und den Menschen möge Er Frieden verleihen gnädiglich. Amen.

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