16 08 27 Grußwort von Nuntius Eterovic anlässlich der Einführung von S.E. Heinrich Timmerevers als Bischof von Dresden-Meißen

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Grußwort des Apostolischen 
Erzbischof Dr. Nikola Eterović
aus Anlass der Einführung
von S. E. Heinrich Timmerevers
als Bischof von Dresden-Meißen

Dresden, 27. August 2016


 
Eminenz, Exzellenzen, 
liebe Priester, Diakone und Ordensleute, 
verehrte Vertreter der anderen christlichen Kirchen und Gemeinschaften,
sehr geehrte Repräsentanten aus Religion, Politik und Gesellschaft, 
liebe Brüder und Schwestern!
 
„Zum dritten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihn zum dritten Mal gefragt hatte: Hast du mich lieb? Er gab ihm zu Antwort: Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich lieb habe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe!“ (Joh 21,17). 
 
In der Ernennungsbulle Seiner Exzellenz Mons. Heinrich Timmerevers zum Bischof von Dresden-Meißen bezieht sich der Heilige Vater Franziskus, der 265 Nachfolger des Heiligen Petrus, auf die Begegnung des auferstandenen Herrn mit dem Apostel Petrus am Ufer des Sees von Tiberias. Bei dieser Gelegenheit hat Simon Petrus auf die Frage Jesu Christi geantwortet, indem er dreimal bekräftigte, ihn zu lieben. Auf diese Weise hat die dreifache Verleugnung des Meister während seiner Passion wieder gut gemacht (vgl. Mk 14,66-72). Dabei hat er von Seiten Jesu eine neue und endgültige Berufung erhalten: „Folge mir nach“ (Joh 21,19).
 
Dieser Bezug von Papst Franziskus, des Bischofs von Rom und Hirten der Universalkirche, ließ mich eine dreifache Antwort auf den Ruf des Herrn finden, die Sie, verehrte Exzellenz, in ihrem Leben gegeben haben. Die erste bezieht sich auf die Berufung zum Priestertum, den Dienst, den Sie seit dem 25. Mai 1980 treu ausüben. Der zweite Ruf erging am 6. Juli 2001, als der Heilige Papst Johannes Paul II. Sie zum Weihbischof in der Diözese Münster ernannt hat, was Sie mit Großherzigkeit vor allem im Offizialat von Vechta angenommen haben. Der dritte Ruf ereilte Sie am 29. April dieses Jahres über den Heiligen Vater Franziskus und bezieht sich auf Ihre Ernennung als Bischof von Dresden-Meißen als Folge der Wahl des Kathedralkapitels dieser Diözese. Wir beten zum guten und barmherzigen Gott, daß Sie, Exzellenz, mit der Gnade des Heiligen Geistes diese neue und wichtige Aufgabe in guter Weise erfüllen können, zum Wohl der verehrten Diözese von Dresden-Meißen, der Katholischen Kirche in Deutschland und in der Welt. Dies geschehe in der Einheit mit dem Bischof der Diözese Rom, welcher „der universalen Gemeinschaft in der Liebe vorsteht“ (LG 13).  
 
Bei dieser feierlichen Gelegenheit möchte ich dem Hochwürdigen Herrn Diözesanadministrator Andreas Kutschke herzlich für seinen Dienst danken, den er so gut in der Zeit der Vakanz versehen hat, in welcher der 100. Katholikentag in Leipzig stattfand, einem der drei wichtigen Zentren der Diözese Dresden-Meißen. 
 
Auf die Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria, der Mutter der Kirche, die so sehr im Bistum Dresden-Meißen verehrt wird, rufen wir den Segen des dreieinen Gottes auf den 50. Bischof von Dresden-Meißen herab, auf die Katholiken des Bistums, auf die anderen Christen, wie auch auf alle Menschen guten Willens, die hier leben. Mögen alle die Frage Jesu „Liebst du mich?“ (Joh 21,17) aufnehmen und eine bejahende Antwort geben. Sodann möge sein Ruf in die Praxis umgesetzt werden:  „Folge mir nach“ (Joh 21,17), sei es im priesterlichen Dienst, sei es im allgemeinen Priestertum, das dem Volk Gottes unter der Führung des Bischofs eigen ist.

Amen.