16 09 04 Grußwort von Nuntius Eterovic anläßlich des 25jährigen Jubiläums der Bischofsweihe von S.E. Dr. Franz Josef Bode

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Grußwort des Apostolischen Nuntius
Erzbischof Dr. Nikola Eterović
aus Anlass des Silbernen Bischofjubiläums  
von Bischof Dr. Franz-Josef Bode

Osnabrück, 4. September 2015


 
„Wie schön ist es, dem Herrn zu danken, deinem Namen, du Höchster, zu singen,“ (Ps 92,2).
 
Eminenz, Exzellenzen, 
verehrter Bischof Franz-Josef Bode,  
liebe Priester, Diakone und Ordensleute, 
sehr geehrte Repräsentanten aus Religion, Politik und Gesellschaft, 
liebe Brüder und Schwestern!
 
Am Ende dieser festlichen Eucharistiefeier zum Dank für 25 Jahre Ihres Dienstes als Bischof, lieber Bischof Franz-Josef, stimmen wir mit den Worten des Psalmisten darin ein, daß es schön ist, dem guten und barmherzigen Gott Dank zu sagen und Seinem Namen zu singen.
 
Im Namen des Heiligen Vaters Franziskus, den ich die Ehre habe, in der Bundesrepublik Deutschland zu vertreten, überbringe ich die herzlichsten Glück- und Segenswünsche. 
 
Seit 21 Jahren stehen Sie dieser verehrten Ortskirche von Osnabrück als Oberhirte vor, nachdem Sie vorher in Ihrem Heimaterzbistum Paderborn als Weihbischof gedient haben. In beeindruckender Weise haben Sie die Hirtenaufgabe am Volk Gottes, das Ihnen anvertraut ist, gelebt und danach getrachtet, vor allen Menschen Zeugnis für den Herrn Jesus Christus abzulegen, der für uns gestorben und auferstanden ist. Sein Evangelium, das eine Frohe Botschaft, eine gute Nachricht ist, steht im Mittelpunkt Ihrer Verkündigung. Und da, wo Sie sich selbst schwach empfinden, da wirkt das Wort Gottes umso machtvoller und lebendiger (vgl. Hebr 4,12). So hat sich auf vielfache Weise Ihr bischöflicher Wahlspruch als Trost und Hilfe erwiesen: „Gott ist größer als unser Herz“ (Joh 1 Joh 3,20). Diese Wahrheit ist immer aktuell und ist es besonders in derzeitigen Heiligen Jahr der Barmherzigkeit, das Papst Franziskus zum Wohl der ganzen heiligen Kirche Gottes ausgerufen hat. 
 
Der Hirtendienst in heutiger Zeit verlangt nach authentischen Zeugen Jesu Christi, die nach dem Heiligen Vater Franziskus als erste die Freude des Evangeliums (Evangelii gaudium) ausstrahlen und erfahrbar machen und die Christen ermuntert, diesem Beispiel zu folgen, Zeugen Christi und Missionare seines Evangeliums zu werden. Dafür ist es nötig, mit möglichst vielen Menschen in Kontakt zu kommen. Das II. Vatikanische Konzil lehrt im Dekret über die Hirtenaufgabe der Bischöfe Christus Dominus: „Die christliche Lehre sollen sie (die Bischöfe) auf eine Weise vortragen, die den Erfordernissen der Zeit angepaßt ist, das heißt, die den Schwierigkeiten und Fragen, von denen die Menschen so sehr bedrängt und geängstigt werden, entspricht“ (CD 13). Dabei haben Sie, verehrter Mons. Bode nie vergessen, daß Sie als Bischof gleich einem Hausherrn sind, „der aus seinem reichen Vorrat Neues und Altes hervorholt“ (Mt 13,52), wozu eben auch die Lehre der Kirche gehört. 
 
An diesem Tag danken wir dem dreifaltigen Gott für Ihren Hirtendienst und erbitten für Sie die Fürsprache der allerseligsten Jungfrau Maria, der Mutter der Kirche, und der Patrone dieser ehrwürdigen Teilkirche von Osnabrück, des Heiligen Josef, des Heiligen Petrus und der Heiligen Crispinus und Crispinianus, auf daß Sie und wir alle daran festhalten: „Wie schön ist es, dem Herrn zu danken, deinem Namen, du Höchster, zu singen“ (Ps 92.2).