17 01 20 Grußwort des Nuntius beim Mittagessen für die beim Heiligen Stuhl akkreditierten Botschafter

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Grußadresse
Seiner Exzellenz, des Apostolischen Nuntius 
Erzbischof Dr. Nikola Eterović, 
beim Mittagessen für die in Berlin residierenden Botschafter, 
welche beim Heiligen Stuhl akkreditiert sind

Berlin, 20. Januar 2017


 
Exzellenzen, verehrte Kolleginnen und Kollegen!
 
Sehr erfreut bin ich darüber, Sie in der Apostolischen Nuntiatur in Berlin, dem Sitz des Heiligen Vaters Franziskus, dem Bischof von Rom und Hirten der Universalkirche, in der Bundesrepublik Deutschland begrüßen zu können, denn Sie sind als Vertreter Ihrer Länder beim Heiligen Stuhl akkreditiert, auch wenn Sie Ihre Residenz in Deutschland haben. In Berlin gibt es 15 Länder, deren Botschafter auch beim Heiligen Stuhl bevollmächtigt sind. Der Heilige Stuhl unterhält zu 184 Ländern der Welt diplomatische Beziehungen und 88 Botschafter residieren in Rom. 
 
Danke, daß Sie der Einladung zu dieser freundschaftlichen Begegnung gefolgt sind, die schon zu einer Tradition geworden ist. Manche von Ihnen haben am 9. Januar im Vatikan an der Audienz des Heiligen Vaters für das Diplomatische Korps teilgenommen und die besten Wünsche für das neue Jahr ausgetauscht. Bei dieser Gelegenheit hat der Papst eine bedeutende Rede gehalten, in der er die Leitlinien der Tätigkeit des Heiligen Stuhls in der internationalen Gemeinschaft beleuchtet hat. Dabei hat er zwei Hauptthemen herausgestellt: die Sicherheit und den Frieden. Es handelt sich um zwei Prioritäten des Heiligen Stuhls auf internationaler Ebene, die mit anderen Staaten der Welt übereinstimmen. Um den Frieden und die Sicherheit zu erreichen in unserer Welt, die gezeichnet ist von zu viel Gewalt, Terrorismus und Kriegen, stellt der Heilige Stuhl die menschliche Person in den Mittelpunkt, die Bedeutung der ethischen und moralischen Werte, die Achtung der Menschenrechte, was die Religionsfreiheit einschließt, wie auch die Beachtung des Völkerrechts. Von seiner geistlichen Natur her, legt der Heilige Stuhl sehr viel Wert auf den Dialog mit den anderen Religionen, die sich als Religionen des Friedens bezeichnen und danach trachten, daß ihre Mitglieder sicher in den betreffenden Ländern und in unserer immer stärker globalisierten Welt leben können. 
 
Exzellenzen, als Botschafter beim Heiligen Stuhl sind sie gerufen, den Regierungen Ihrer Länder diese Anliegen des Heiligen Vaters zu übermitteln, was bedeutet, daß der Heilige Stuhl beabsichtigt, den Frieden, die Sicherheit und das Gemeinwohl aller zu fördern. Das betrifft besonders zu mit Blick auf die Länder auf dem Weg der Entwicklung. Ihnen hier, Ihren Familien, den Bewohnern Ihrer Länder wünsche ich alles Gute im Verlauf des Jahres 2017 und erbitte auf alle den Segen Gottes.